11.02.2026
Der EVN-Teuerungszähler läuft – und Schwarz-Blau schaut weiter zu
Strom ist kein Luxus. Strom ist Grundversorgung. Und trotzdem zahlen die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher weiterhin zu viel – weil die EVN ihre angekündigte Preissenkung erst nach der Heizperiode im April umsetzt.
Während viele Familien jeden Euro zweimal umdrehen müssen, tickt im Hintergrund ein Zähler – der EVN-Teuerungszähler. Er macht sichtbar, was die Verzögerung bei der Strompreissenkung konkret bedeutet: Jede Sekunde kostet die Menschen in Niederösterreich 5,10 Euro.
Bis Anfang April wird sich diese unnötige Mehrbelastung auf rund 40 Millionen Euro summieren.
👉 Der Zähler ist auch hier einsehbar: https://nötigfürnö.at/evn/
Das ist keine technische Frage – das ist eine politische Entscheidung
Die Strompreise am Großhandelsmarkt sind gesunken. Der Spielraum für eine frühere Senkung ist seit Jahren vorhanden. Trotzdem wird gewartet.
Das ist kein Naturgesetz. Das ist kein Sachzwang.
Das ist politisches Wegschauen.
Die EVN steht mehrheitlich im Eigentum des Landes Niederösterreich. Und trotzdem lässt Schwarz-Blau zu, dass die Menschen weiter zur Kasse gebeten werden, während Gewinne und Dividenden gesichert bleiben.
Wenn Gewinne steigen und Vorstandsgehälter wachsen, während gleichzeitig die Kaufkraft vieler Haushalte sinkt, läuft etwas grundlegend falsch. Ein Landesunternehmen muss zuerst an die Menschen denken – nicht an maximale Ausschüttungen.
Was das konkret für Haushalte bedeutet
Die Auswirkungen sind keine abstrakten Millionenbeträge – sie treffen ganz reale Menschen:
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Ein Pensionisten-Paar mit rund 3.500 kWh Jahresverbrauch hätte bei einer früheren Senkung allein zwischen Jänner und März knapp 50 Euro sparen können.
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Eine vierköpfige Familie mit Wärmepumpe und etwa 12.500 kWh Jahresverbrauch hätte sogar rund 180 Euro weniger bezahlt.
Gerade in den Wintermonaten, wenn der Energiebedarf am höchsten ist, wäre eine Entlastung besonders wichtig gewesen. Stattdessen wird sie aufgeschoben.
Leistbarkeit vor Gewinnmaximierung
Für uns ist klar: Energiepolitik ist Sozialpolitik.
Leistbare Energie ist eine Frage der Gerechtigkeit. Deshalb fordern wir:
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Übergewinne müssen sofort preiswirksam zurückgegeben werden.
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Preissenkungen müssen genauso rasch erfolgen wie Preiserhöhungen.
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Die Preisbildung muss transparent und nachvollziehbar sein.
Ein Landesunternehmen trägt Verantwortung – nicht nur gegenüber Aktionären, sondern vor allem gegenüber der Bevölkerung.
Wir machen sichtbar, was Untätigkeit kostet
Der EVN-Teuerungszähler wird weiterlaufen, solange Schwarz-Blau untätig bleibt. Wir machen transparent, was diese Verzögerungspolitik kostet – Sekunde für Sekunde.
Und wir werden weiter Druck machen, bis die Entlastung endlich dort ankommt, wo sie hingehört: bei den Menschen in Niederösterreich.
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